Was ABC-Segmentierung bringt
Nicht jeder Kunde verdient gleich viel Aufmerksamkeit. Das klingt hart, ist aber die Grundlage guter Außendienstplanung. ABC-Segmentierung hilft zu entscheiden, wer eng betreut wird und wer nur in sinnvollen Abständen mitläuft.
Das Wichtigste in Kürze
- 1.A-Kunden sind nicht nur große Kunden, sondern wichtige Kunden mit echtem Potenzial.
- 2.B-Kunden brauchen Regelmäßigkeit, aber nicht jede Woche Aufmerksamkeit.
- 3.C-Kunden sollten effizient mitgenommen werden, wenn Route und Anlass passen.
- 4.Segment und Besuchskadenz gehören zusammen.
Kriterien
Bewerten Sie jeden Kunden aus Sicht des jeweiligen Auftraggebers. Ein Markt kann für eine etablierte Linie A sein, für ein neues Sortiment aber erst B-Potenzial haben. Notieren Sie daher neben dem bisherigen Ergebnis auch den erwarteten nächsten Schritt: etwa Erstlistung, Nachbestellung oder Klärung einer Regallücke. Ohne diesen Kontext würde ein hoher Umsatz allein alle Aufmerksamkeit an bereits gut laufende Kunden ziehen.
Besuchskadenz ableiten
Die Segmentierung wird erst nützlich, wenn daraus ein Rhythmus entsteht. Ein A-Kunde kann alle 14 Tage sinnvoll sein, ein B-Kunde monatlich, ein C-Kunde alle zwei Monate oder nur bei Anlass.
Prüfen Sie nach einem Monat, ob die angenommene Kadenz im Gebiet fahrbar ist. Wenn zehn A-Kunden alle zwei Wochen besucht werden sollen, sind das bereits rund fünf A-Besuche pro Woche – noch ohne B-Kunden, Akquise oder längere Wege. Passt das nicht zur verfügbaren Zeit, ändern Sie Segment oder Intervall begründet. Ein Segment ist eine Planungsentscheidung, kein Etikett für die Ewigkeit.
Kadenz ist kein Gesetz
Typische Fehler
Nicht tun
- Alle Lieblingskunden automatisch als A markieren
- Nur Umsatz betrachten und Potenzial ignorieren
- Segmentierung einmal machen und nie aktualisieren
- C-Kunden komplett vergessen
- Lieferanteninteressen vermischen
ABC-Vorlage
Kostenlose ABC-Segmentierungs-Vorlage
XLSX-Vorlage, um Segment, Besuchsintervall, letzten Besuch und nächsten Schritt pro Kunde festzuhalten.

