§ 1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge zwischen Paul Krügel, Einzelunternehmen, Stephensongasse 2 / 19, 1210 Wien, Österreich(nachfolgend "Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend "Kunde") über die Nutzung der webbasierten Anwendung FieldProFlow(nachfolgend "Dienst").
- Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
- Es gilt österreichisches Recht, insbesondere das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB), das Konsumentenschutzgesetz (KSchG), das Unternehmensgesetzbuch (UGB) sowie das E-Commerce-Gesetz (ECG).
§ 2 Vertragsgegenstand
- Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Software-as-a-Service-Anwendung (FieldProFlow) zur Verwaltung von Kundenbesuchen, Lieferanten und Vertriebsaktivitäten bereit. Die Anwendung richtet sich insbesondere an selbstständige Handelsvertreter im deutschsprachigen Raum.
- Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung des vom Kunden gewählten Tarifs (Free, Pro, Business oder Founding).
- Der Dienst wird als Progressive Web App (PWA) über das Internet bereitgestellt. Der Anbieter schuldet keine Installation von Software auf den Endgeräten des Kunden.
§ 3 Registrierung und Nutzerkonto
- Für die Nutzung des Dienstes ist eine Registrierung mit gültiger E-Mail-Adresse erforderlich. Der Vertragsschluss kommt mit erfolgreicher Registrierung zustande.
- Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.
- Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten selbst verantwortlich. Er haftet für alle Aktivitäten, die unter seinem Konto vorgenommen werden, sofern er die unbefugte Nutzung nicht zu vertreten hat.
- Das Nutzerkonto ist nicht übertragbar. Die Nutzung durch Dritte ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Anbieters gestattet.
§ 4 Leistungen und Verfügbarkeit
- Der Anbieter erbringt die Leistungen nach dem jeweiligen Stand der Technik. Er ist berechtigt, den Dienst technisch weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist.
- Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99,5 % im Jahresmittel. Ausgenommen hiervon sind Zeiten geplanter Wartungsarbeiten, Störungen bei Drittanbietern (Hosting, Datenbank) sowie höhere Gewalt.
- Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit rechtzeitig und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (MEZ/MESZ) angekündigt.
- Die Offline-Funktionalität (PWA) ermöglicht eine eingeschränkte Nutzung ohne Internetverbindung. Die Synchronisierung erfolgt automatisch bei Wiederherstellung der Verbindung.
§ 5 Preise
- Die aktuellen Preise ergeben sich aus der Preisliste auf der Website des Anbieters unter https://fieldproflow.com/preise.
- Sämtliche angegebenen Preise sind Endpreise. Umsatzsteuerbefreit gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG (Kleinunternehmerregelung). Es wird keine Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen.
- Es gibt eine kostenlose Basisstufe (Free) mit eingeschränktem Funktionsumfang. Kostenpflichtige Tarife werden monatlich abgerechnet.
- Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Der Kunde hat das Recht, den Vertrag vor Inkrafttreten der Preisänderung zum Zeitpunkt der Änderung zu kündigen.
§ 6 Zahlungsbedingungen
- Die Zahlung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich).
- Zahlungen werden über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Inc., USA) abgewickelt. Der Kunde erklärt sich mit der elektronischen Rechnungsstellung einverstanden.
- Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum kostenpflichtigen Tarif vorübergehend zu sperren, bis die ausstehende Zahlung beglichen ist. Der Zugang zur kostenlosen Basisstufe bleibt davon unberührt.
- Verzugszinsen betragen gemäß § 456 UGB (bei Unternehmern) bzw. § 1333 ABGB (bei Verbrauchern) den gesetzlichen Zinssatz.
§ 7 Widerrufsrecht
- Verbraucher im Sinne des KSchG haben bei Fernabsatzverträgen gemäß dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss.
- Ausführliche Informationen zum Widerrufsrecht sowie das Muster-Widerrufsformular finden Sie auf unserer Widerrufsbelehrung.
- Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter mit der vollständigen Erbringung der digitalen Dienstleistung begonnen hat und der Kunde zuvor ausdrücklich zugestimmt und zur Kenntnis genommen hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 18 Abs. 1 Z 11 FAGG).
§ 8 Gewährleistung
- Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen nach §§ 922 ff ABGB. Die Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre ab Bereitstellung der jeweiligen Leistung.
- Bei Mängeln hat der Kunde zunächst Anspruch auf Verbesserung (Nachbesserung) oder Austausch (Ersatzlieferung). Schlägt die Verbesserung oder der Austausch fehl oder ist dies dem Kunden nicht zumutbar, stehen ihm Preisminderung oder Wandlung (Vertragsauflösung) zu.
- Der Anbieter gewährleistet, dass der Dienst im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung des gewählten Tarifs entspricht. Geringfügige Abweichungen, die die Nutzbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigen, stellen keinen Mangel dar.
- Für Verbraucher gilt innerhalb der ersten sechs Monate nach Bereitstellung die gesetzliche Vermutung, dass ein Mangel bereits bei Übergabe vorlag (§ 924 ABGB).
§ 9 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalspflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
- Die Haftung für Personenschäden ist in jedem Fall unbeschränkt.
- Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, die durch den Kunden verursacht wurden, insbesondere bei Nichtbeachtung der Sicherungshinweise. Der Anbieter führt jedoch regelmäßige Datensicherungen (tägliche Backups) durch.
- Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz (PHG) bleibt unberührt.
- Gegenüber Unternehmern im Sinne des UGB ist die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Folgeschäden ausgeschlossen, sofern gesetzlich zulässig.
§ 10 Geistiges Eigentum
- Alle Rechte an der Software FieldProFlow, einschließlich des Quellcodes, der Benutzeroberfläche, des Designs und der Dokumentation, verbleiben beim Anbieter.
- Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein nicht-exklusives, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der Software im Rahmen des gebuchten Tarifs.
- Der Kunde behält sämtliche Rechte an den von ihm eingegebenen Daten (Kundendaten, Besuchsdaten, Lieferantendaten, hochgeladene Dateien). Der Anbieter erwirbt hieran keine Rechte über das zur Diensterbringung Erforderliche hinaus.
- Eine Dekompilierung, Rückentwicklung (Reverse Engineering) oder sonstige Bearbeitung der Software ist nicht gestattet, soweit nicht gesetzlich zwingend erlaubt (§ 40e UrhG).
§ 11 Datenschutz
- Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG).
- Detaillierte Informationen zur Datenverarbeitung finden sich in der Datenschutzerklärung.
- Sofern der Kunde im Rahmen der Nutzung des Dienstes personenbezogene Daten Dritter (z. B. Kontaktdaten von Kunden) verarbeitet, ist der Kunde selbst Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter fungiert insoweit als Auftragsverarbeiter. Auf Verlangen wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abgeschlossen.
§ 12 Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag über die kostenlose Nutzung (Free-Tarif) wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist beendet werden.
- Kostenpflichtige Tarife werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und können vom Kunden jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums (Monat) gekündigt werden.
- Die Kündigung kann über unser Kontaktformular oder über die Kontoverwaltung im Dienst erfolgen.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:
- Wesentlichem Verstoß gegen diese AGB trotz Abmahnung
- Zahlungsverzug des Kunden von mehr als 30 Tagen
- Missbrauch des Dienstes oder Verstoß gegen geltendes Recht
- Nach Beendigung des Vertrags stellt der Anbieter die gespeicherten Daten des Kunden für 30 Tage zur Verfügung (Export-Möglichkeit). Danach werden die Daten unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 13 Änderung der AGB
- Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies sachlich gerechtfertigt ist (z. B. bei gesetzlichen Änderungen, neuen Funktionen oder Sicherheitsanforderungen).
- Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Die geänderten AGB gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung schriftlich widerspricht.
- Im Falle eines Widerspruchs hat der Kunde das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB zu kündigen.
- Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf sein Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen hinweisen.
§ 14 Schlussbestimmungen
- Anwendbares Recht: Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
- Gerichtsstand: Für Streitigkeiten mit Unternehmern ist Wien als ausschließlicher Gerichtsstand vereinbart. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand gemäß § 14 KSchG (Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt oder Ort der Beschäftigung des Verbrauchers).
- Vertragssprache: Die Vertragssprache ist Deutsch (gemäß § 9 ECG).
- Online-Streitbeilegung: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/
- Schriftform: Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
- Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung gilt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, deren Wirkungen der wirtschaftlichen Zielsetzung am nächsten kommen, die die Vertragsparteien mit der unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung verfolgt haben.
- Aufrechnung und Zurückbehaltung: Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen, sofern er nicht Verbraucher ist.
Stand: Februar 2026
