CRM für Handelsvertreter: Portatour vs. Rhapsody vs. Moovago vs. FieldProFlow (Vergleich 2026)
Als Handelsvertreter stehen Sie vor einer besonderen Herausforderung: Die meisten CRM-Systeme auf dem Markt sind für große Vertriebsteams in Unternehmen gebaut, nicht für Einzelkämpfer oder kleine Vertretungen, die mehrere Auftraggeber gleichzeitig betreuen. Was Sie brauchen, ist fundamental anders als das, was ein Vertriebsleiter bei einem Konzern sucht.
Dieser Vergleich konzentriert sich auf vier Lösungen, die tatsächlich für den deutschsprachigen Außendienst relevant sind. Wir schauen uns Funktionen, typische Kostenmodelle, Stärken und Schwächen an, und sagen ehrlich, für wen welche Lösung am besten passt.
Das Wichtigste in Kürze
- 1.Allgemeine CRMs (Salesforce, HubSpot) sind für Handelsvertreter ungeeignet: Es fehlen Multi-Principal-Trennung, Standortbezug und Besuchsmanagement.
- 2.Reine Routenplaner sind stark bei Besuchsreihenfolgen, lösen aber Multi-Principal-Datentrennung oft nur indirekt.
- 3.FieldProFlow fokussiert native Multi-Principal-Architektur und auftraggeberbezogene Datentrennung auf Datenbankebene.
- 4.Die wichtigste Preisfrage ist nicht nur der Monatsbetrag, sondern ob Lieferanten, Kunden, Besuche und Exporte zum Alltag passen.
- 5.Es gibt kein universell bestes CRM. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Anzahl Auftraggeber, Budget und gewünschten Features ab.
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Was brauchen Handelsvertreter wirklich von einem CRM?
Bevor wir vergleichen, klaren wir die Anforderungen. Denn ein Handelsvertreter im Sinne des HGB hat andere Bedürfnisse als ein angestellter Außendienstler:
| Anforderung | Angestellter Vertreter | Selbständiger Mehrfachvertreter |
|---|---|---|
| Multi-Principal-Fähigkeit | Nicht relevant (1 Arbeitgeber) | KRITISCH (2-10+ Auftraggeber) |
| Strikte Datentrennung | Nicht relevant | KRITISCH für Vertraulichkeit und saubere Berichte |
| Eigene Datenhoheit | Weniger wichtig (Firmendaten) | WICHTIG (eigene Kundenbasis) |
| Preis | Arbeitgeber zahlt | Selbst zahlen, jeder Euro zählt |
| Mobile-First | Wichtig | KRITISCH (viel Arbeitszeit unterwegs) |
| Offline-Fähigkeit | Nice-to-have | WICHTIG (Keller, Lager, ländliche Gebiete) |
Datentrennung ernst nehmen
Die Kandidaten im Überblick
| Kriterium | Portatour | Rhapsody | Moovago | FieldProFlow |
|---|---|---|---|---|
| Preis/Monat | Kostenpflichtig | Kostenpflichtig | Kostenpflichtig | EUR 0-69 |
| Zielgruppe | Angestellte Außendienstler | Alle Vertriebstypen | Alle Vertriebstypen | Mehrfachvertreter (HV) |
| Herkunft | Österreich | Deutschland | Frankreich | Österreich |
| Hauptstärke | Routenoptimierung | CRM-Tiefe | Einstiegspreis | Multi-Principal-Architektur |
| Plattform | Web + App | Web + App | Web + App | PWA (alle Geräte) |
Portatour: Der Platzhirsch für Routenplanung
Portatour ist seit Jahren der bekannteste Name im deutschsprachigen Außendienst-Software-Markt. Die österreichische Lösung hat sich vor allem durch ihre herausragende automatische Routenoptimierung einen Namen gemacht.
Stärken
- Exzellente Routenoptimierung: der Algorithmus berechnet optimale Besuchsreihenfolgen und berücksichtigt Öffnungszeiten, Besuchsintervalle und geografische Nähe. In diesem Bereich ist Portatour marktführend.
- Starke Kalenderintegration: synchronisiert direkt mit Outlook, Google Calendar und anderen Kalenderlösungen.
- Etabliert und zuverlässig: langjährig am Markt, umfangreiche Dokumentation, professioneller Support.
Schwächen
- Höhere Kostenbasis: für einen selbständigen Handelsvertreter, der die Software selbst bezahlt, kann ein umfangreiches Routenplanungssystem eine spürbare fixe Kostenbelastung werden.
- Für Angestellte konzipiert: die Architektur geht von einem Vertreter mit einem Arbeitgeber aus. Multi-Principal-Szenarien erfordern Workarounds.
- Multi-Principal nur bedingt möglich: es gibt keine native Datentrennung auf Datenbankebene. Die auftraggeberbezogene Trennung muss der Nutzer selbst organisieren.
Am besten geeignet für: Angestellte Außendienstler bei mittelgroßen bis großen Unternehmen, bei denen der Arbeitgeber die Lizenzkosten tragt und komplexe Routen optimiert werden müssen.
Rhapsody: Der CRM-Klassiker
Rhapsody positioniert sich als vollwertiges CRM für den Außendienst und bietet deutlich mehr klassische CRM-Funktionalitat als die anderen Kandidaten in diesem Vergleich.
Stärken
- Tiefe CRM-Funktionalitat: Pipeline- Management, Kontakthistorie, Aufgabenverwaltung und umfangreiche Kundenakte. Wer ein echtes CRM-System sucht, findet hier die größte Funktionstiefe.
- CDH-Partnerschaft: als Partner der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) erhalten Mitglieder Rabatte.
- DACH-Support: deutschsprachiger Support, Verständnis für die deutsche Vertriebslandschaft.
Schwächen
- Komplexität: die umfangreiche Funktionalitat bringt eine steilere Lernkurve mit sich. Für Einzelkämpfer, die einfach ihre Besuche dokumentieren wollen, kann Rhapsody überdimensioniert sein.
- Interface wirkt altmodisch: im Vergleich zu moderneren Lösungen wirkt die Oberfläche weniger zeitgemäß.
- Multi-Principal-Unterstützung unklar: echte Datentrennung pro Auftraggeber auf Datenbankebene ist nicht klar dokumentiert.
Am besten geeignet für: Vertreter, die ein vollwertiges CRM mit Pipeline-Management und umfangreicher Kontakthistorie benötigen, besonders wenn der CDH-Rabatt greift.
Moovago: Der Preisbrecher
Moovago ist eine französische Lösung, die sich durch ihren niedrigen Einstiegspreis und Mobile-First-Ansatz auszeichnet.
Stärken
- Günstiger Einstieg: niedriger positioniert als viele klassische CRM- oder Routenplanungsprodukte.
- Mobile-fokussiert: die App ist klar für die mobile Nutzung optimiert, mit schnellem Zugriff auf die wichtigsten Funktionen.
- Einfache Bedienung: geringe Lernkurve, schneller Einstieg möglich.
Schwächen
- Französisches Unternehmen: Unternehmenssitz in Frankreich, deutsche Lokalisierung und Support-Qualität auf Deutsch können variieren.
- Deutsche Lokalisierung fraglich: ob alle Funktionen, Hilfe-Texte und der Support wirklich auf professionellem Deutsch verfügbar sind, ist nicht immer klar.
- Multi-Principal-Tiefe unklar: inwieweit die Software eine echte Datentrennung pro Auftraggeber bietet, ist nicht dokumentiert.
Am besten geeignet für: Preissensitive Einzelvertreter mit einem oder wenigen Auftraggebern, die eine einfache, mobile Lösung suchen.
FieldProFlow: Der Mehrfachvertreter-Spezialist
FieldProFlow ist die jüngste Lösung in diesem Vergleich und wurde von Grund auf für die spezifischen Anforderungen von Mehrfachvertretern im DACH-Raum entwickelt.
Stärken
- Echte Multi-Principal-Architektur: kein Workaround, sondern native Auftraggeber-Verwaltung mit strikter Datentrennung. Jeder Besuch, jeder Kunde wird einem Auftraggeber zugeordnet, und die Daten sind auf Datenbankebene isoliert (Row Level Security).
- Auftraggeber-Trennung by Design: Row-Level-Security-Richtlinien trennen Daten nach Nutzer und Auftraggeber. Das ersetzt keine Rechtsberatung, reduziert aber die Abhängigkeit von Ordnern, Tags und manueller Disziplin.
- Kostenloser Einstieg, günstiger Pro-Plan: kostenlos starten, Pro ab EUR 39 pro Monat, Business ab EUR 69 pro Monat. Founding-Nutzer erhalten Business-Funktionen für EUR 55 pro Monat.
- KI-Sprachnotizen: Besuchsnotizen einsprechen statt tippen. Die Transkription versteht FMCG-Fachbegriffe und Handelsketten (EDEKA, REWE, dm, Zweitplatzierung, Regalpflege).
- 100.000+ verifizierte Standorte: schnelle Auswahl und Vorschläge für passende Kunden in der Nähe, basierend auf einer Datenbank mit über 100.000 deutschen Einzelhandelsstandorten. Der Gerätestandort hilft bei Navigation und Standortvorschlägen, nicht als Besuchs-Tracking.
- PWA: funktioniert auf jedem Gerät: kein App-Store-Download nötig, funktioniert auf iPhone, Android, Tablet und Desktop. Inklusive Offline-Modus.
Schwächen
- Keine automatische Routenoptimierung: es gibt Routenplanung, aber keinen Algorithmus, der die optimale Besuchsreihenfolge automatisch berechnet. Wer komplexe Routen plant, vermisst dieses Feature.
- Neuer Anbieter: als junges Produkt hat FieldProFlow natürlich weniger Track Record als etablierte Lösungen.
- Weniger CRM-Tiefe: im Vergleich zu einem vollwertigen CRM wie Rhapsody bietet FieldProFlow weniger Pipeline-Funktionalitat. Der Fokus liegt auf Besuchsmanagement und Reporting.
Am besten geeignet für: Selbständige Handelsvertreter mit 2 oder mehr Auftraggebern, die eine saubere Datentrennung brauchen und eine bezahlbare, mobile Lösung suchen.
FieldProFlow: Auftraggeberbezogene Datentrennung
Row-Level-Security-Richtlinien trennen Daten nach Nutzer und Auftraggeber. Keine Ordner-Konventionen, keine manuelle Sortierdisziplin.
Mehr erfahrenFeature-Vergleich im Detail
| Feature | Portatour | Rhapsody | Moovago | FieldProFlow |
|---|---|---|---|---|
| Multi-Principal nativ | Workaround | Unklar | Unklar | Ja, nativ |
| Auftraggeberbezogene Datentrennung | Nein | Teilweise | Teilweise | Ja (DB-Ebene) |
| Routenoptimierung | Exzellent | Grundlegend | Grundlegend | Manuell |
| Standortdaten und Navigation | Ja | Ja | Ja | Ja + 100K+ deutsche Standorte |
| KI-Sprachnotizen | Nein | Nein | Nein | Ja (FMCG-optimiert) |
| Offline-Modus | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Ja (PWA) |
| Kostenloser Plan | Nein | Nein | Nein | Ja (30 Besuche/Monat) |
| Deutschsprachige UI | Ja | Ja | Teilweise | Ja (komplett) |
| PDF-Reports | Ja | Ja | Grundlegend | Ja (professionell) |
| Analytics-Dashboard | Ja | Ja | Grundlegend | Ja (interaktiv) |
| Foto-Anhänge | Ja | Ja | Ja | Ja (mit Komprimierung) |
| CSV-Import | Ja | Ja | Eingeschränkt | Ja (Assistent) |
Preisvergleich: Was kostet es wirklich?
Gerade für selbständige Handelsvertreter, die die Software aus der eigenen Tasche zahlen, ist der Preis ein wesentliches Kriterium. Hier die Jahreskosten im Vergleich:
| Lösung | Monatskosten | Jahreskosten | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Portatour | Kostenpflichtig | Anbieterabhängig | Kein Free-Plan im Fokus dieses Vergleichs |
| Rhapsody | Kostenpflichtig | Anbieterabhängig | CRM-Funktionstiefe im Fokus |
| Moovago | Kostenpflichtig | Anbieterabhängig | Günstiger Einstieg im Fokus |
| FieldProFlow Free | EUR 0 | EUR 0 | 30 Besuche/Monat, 25 Kunden, 1 Lieferant |
| FieldProFlow Pro | EUR 39 | EUR 468 | 4 Lieferanten, 200 Kunden, unbegrenzte Besuche |
| FieldProFlow Business | EUR 69 | EUR 828 | 10 Lieferanten, 500 Kunden, Provisionsrechner und Lieferanten-Portal |
| FieldProFlow Founding | EUR 55 | EUR 660 | Business-Funktionen als zeitlich begrenztes Launch-Angebot |
Die wichtigste Preisfrage ist nicht nur der Monatsbetrag, sondern ob der Tarif zum Alltag passt: Wie viele Lieferanten, Kunden, Besuche und Exporte brauchen Sie wirklich? FieldProFlow startet kostenlos und skaliert erst mit, wenn Ihr Gebiet wächst.
Kosten sparen als Mehrfachvertreter
Entscheidungshilfe: Welches CRM passt zu Ihnen?
| Ihre Situation | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| 1 Auftraggeber + komplexe Routen | Portatour | Beste Routenoptimierung am Markt |
| Vollwertiges CRM mit Pipeline | Rhapsody | Größte CRM-Funktionstiefe |
| Günstiger Einstieg, 1 Auftraggeber | Moovago | Niedrigster Fixpreis |
| 2+ Auftraggeber mit Datentrennung | FieldProFlow | Native Multi-Principal-Architektur |
| Kostenlos starten und testen | FieldProFlow Free | Echter Free-Plan für den Praxistest |
| Arbeitgeber zahlt, Budget egal | Portatour oder Rhapsody | Umfangreichste Features |
Praxis-Tipp: Testen kostet nichts
Was ist mit Salesforce, HubSpot und Pipedrive?
Die großen Enterprise-CRMs werden manchmal als Alternative genannt. Kurz gesagt: Sie sind für Handelsvertreter in der Regel ungeeignet:
- Salesforce (ab EUR 25/Monat, realistisch EUR 75+/Monat): Mächtiges Enterprise-CRM, aber massive Überdimensionierung für einen Einzelvertreter. Keine spezifischen Außendienst-Features, keine deutsche Besuchsbericht-Logik, keine Multi-Principal-Trennung.
- HubSpot (Gratis-CRM, Bezahlpläne ab EUR 45/Monat): Hervorragend für Inbound-Marketing und Inside Sales. Für Außendienst-Besuchsdokumentation nicht ausgelegt. Keine Standortdatenbank, keine Besuchsoutcomes, keine Routenplanung.
- Pipedrive (ab EUR 14/Monat): Gutes Deal-Pipeline-Tool, aber für B2B-SaaS-Vertrieb optimiert, nicht für FMCG-Außendienst. Keine Multi-Principal- Funktionalitat, kein deutsches Besuchsmanagement.
Diese Tools sind exzellent, für andere Anwendungsfalle. Ein Handelsvertreter, der Supermärkte und Drogeriemärkte im Auftrag von Herstellern besucht, braucht spezialisierte Funktionen, die allgemeine CRMs nicht bieten.
Enterprise-CRM ist nicht gleich Außendienst-CRM
Migration: So wechseln Sie
Der Wechsel von einem CRM zu einem anderen muss nicht schmerzhaft sein. Die wichtigsten Schritte:
- Daten exportieren: die meisten CRM-Systeme bieten einen CSV-Export. Nutzen Sie ihn, bevor Sie kündigen.
- Daten bereinigen: Duplikate, veraltete Einträge und unvollständige Datensätze vor dem Import aussortieren.
- Import-Assistent nutzen: FieldProFlow bietet einen CSV-Import-Assistenten mit automatischer Spaltenerkennung und deutscher Kopfzeilen-Vorlage.
- Parallelbetrieb: fahren Sie 2 Wochen beide Systeme parallel, bevor Sie das alte abschalten.
- Backup behalten: bewahren Sie die exportierten Dateien mindestens 6 Monate auf.
Fazit
Es gibt kein universell “bestes” CRM für Handelsvertreter. Die richtige Wahl hängt von Ihrer spezifischen Situation ab: Wie viele Auftraggeber vertreten Sie? Wie wichtig ist Ihnen die Routenoptimierung? Was ist Ihr Budget?
Wenn Sie selbständiger Mehrfachvertreter sind und eine bezahlbare Lösung mit strikter Datentrennung suchen, ist FieldProFlow die logische Wahl. Testen Sie den kostenlosen Plan mit 30 Besuchen pro Monat und entscheiden Sie selbst: https://fieldproflow.com

